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über mich

Was mich zeitlebens an Tieren fasziniert, ist ihre Gabe der inneren Wahrnehmung. Sie fühlen uns und reagieren darauf. Oft weit mehr, als wir das tun.

Dieser Faszination folge ich seit meiner Kindheit. Zunächst, wie viele Mädchen, auf dem Rücken von Pferden. Aber bald schon mit dem Eifer der jungen Forscherin.

Es ist Monty Roberts gewesen, der meine Sicht auf das Tier-Mensch-Verhältnis von Grund auf neu ausgerichtet hat. Sein Buch „Der mit den Pferden spricht“ hat für mich die, in unserer Kultur intensiv gehegten Grenzen zwischen Mensch und Tier aufgeweicht. Wir alle sind letztlich Wesen. Mit Bereichen, in denen wir lernen können und mit Bereichen, wo wir grossartig sind.

«Ein guter Trainer kann hören, was ein Pferd zu ihm sagt. Ein grosser Trainer versteht sogar dessen Flüstern und ein hervorragender Trainer ist nicht der, der ein Pferd dazu erzieht, eine gute Leistung zu erbringen, sondern jener, der ein Pferd dazu bewegt, dies zu wollen » (Monty Roberts, Der mit den Pferden spricht)

Mit Monty Roberts ist aus der anfänglichen Faszination wissenschaftliches Interesse geworden. Ich habe mich intensiv mit diesem tierischen Wesen befasst. Mit seiner Kommunikation und jener zwischen ihm und uns. Und auch hier hatte ich das Glück, fantastische Lehrmeister zu haben.

Während meiner Ausbildung zur Hundepsychologin ATN, absolvierte ich ein mehrwöchiges Praktikum auf der Hundefarm Eifel, dessen Gründer Günther Bloch  „Der Wolf im Hundepelz“ gehört zweifelsohne zu den international bekanntesten Wolf- und Hundespezialisten und zählt natürlich auch zu meinen grössten Vorbildern. Er gab meiner neuen Sicht auf das Verhältnis von Tier und Mensch eine Ausrichtung, denn oft ist in einer Problemsituation von Mensch und Tier unsere eigene Kommunikation fehlerhaft, und nicht die des Tieres.

« „Vielleicht versteht der Mensch die Hunde oft nicht richtig, weil er trotz ausgefeilter Sprache nicht selten unfähig ist, mit der eigenen Spezies zu kommunizieren.»
Günther Bloch

Ganz auf die Seite der sogenannten „Problemhunde“ hat mich Silas gezogen. Ein Belgisch Schäfer-Mischling, der viele Jahre bei mir gelebt hat. Wegen einer starken Sehstörung und traumatischen Erlebnissen musste ich ihn zeitlebens an der Leine führen. In der Familie und mit Freunden liebenswert, verspielt, hoch intelligent und hundert Prozent loyal. Allem Fremden gegenüber höchst anspruchsvoll.

Während meiner Versuche, aus Silas einen ‘gesellschaftsfähigen’ Hund zu machen, bin ich auf eine weitere Koryphäe gestossen: auf  Dr. Renate Jones-Bade, Verhaltensexpertin und Autorin des Lehrbuches «Aggressionsverhalten bei Hunden», auch nette Hunde streiten. Durch ihre Unterstützung als Teilnehmerin eines ihrer mehrwöchigen Fachseminare und der tatkräftigen Mithilfe von Silas wurde aus ihm nach und nach „ein fast normaler Hund.

Ich habe seither nicht vergessen, wie schwer der Umgang mit wirklich ‘schwierigen Hunden’ ist und welche Verantwortung diesbezüglich auf dem Besitzer lastet.

Philosophie

 

Motivation als Schlüssel zum Erfolg

Schon die Römer wussten das: "Plenus venter non studet libenter" heißt es auf Lateinisch – "Ein voller Bauch studiert nicht gern"

Innere Sinnesreize, wie zum Beispiel ein gewisses Hungergefühl, schaffen gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Training.

Ich arbeite generell nach dem Motto „learn to earn“, was so viel heisst, „lerne zu verdienen“.

Viele Hundehalter verbinden mit dem Begriff „Belohnung“ Futter und Spielzeug, was bei weitem nicht alles ist.

Zu den Belohnungen aus der Umwelt gehören z. B. jagen, hetzen, schnüffeln, buddeln, rennen, planschen, mit Hundekumpels spielen…etc.

Je mehr eine Belohnung die momentanen Bedürfnisse eines Hundes deckt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund auf ein Signal reagiert.